Thu, 07-10-1999, 19:30 Uhr
Quantenpunkte: Von der Festkörperphysik zurück zur Atomphysik
Prof. Dr. Dieter Bimberg
Institut für Festkörperphysik, Technische Universität Berlin
vollständiger Text
Unter Nutzung von Selbstorganisationseffekten an Oberflächen von Halbleitern, aber auch anderen Festkörpern, lassen sich nur wenige Nanometer große Teilchen, Quantenpunkte genannt, in Sekundenschnelle mit einer Dichte von 1011 cm-2 herstellen. Deren optische und elektronische Eigenschaften ähneln eher Atomen wie Festkörpern. Die Energieeigenwerte der Quantenpunkte sind geometrieabhängig und besitzen keine Impulsabhängigkeit (Dispersion), sondern sind präzise definiert. Es existieren nur coulomb-korrelierte Teilchen aber keine freien Ladungsträger. Quantenpunkte lassen sich vielfältig nutzen, um völlig neuartige elektronische und opto-elektronische Bauelemente, wie z.B. Laser herzustellen.